Biotoppflege im Feuchtgebiet in Dittigheim

Pflegemaßnahmen dienen dem Erhalt und der Verbesserung eines Biotops. Im Dezember 2016 wurden in Absprache mit der unteren Naturschutzbehörde des Main-Tauber-Kreises im Feuchtgebiet zwischen Dittigheim und Distelhausen Pflegemaßnahmen durchgeführt.

Dieses Gebiet befindet sich seit 1984 im Besitz des Landes Baden-Württemberg und wird von der Nabu-Gruppe Tauberbischofsheim betreut.

 Zu dieser Pflegemaßnahme gehörte das Entfernen von größeren Bäumen und Sträuchern, um auf lange Sicht den Laubeintrag in die Wasserflächen und die Beschattung zu verringern. Die angefallenen Holzabfälle wurden am Radweg abgelagert, geschreddert und abtransportiert. Durch diese Maßnahme und das teilweise Entfernen des Schilfes soll eine weitere Verlandung des Gewässers verhindert werden. Das gilt in gleichem Maße für zu starkes Austrocknen durch den Wasserbedarf großer Gehölze in der warmen Jahreszeit. Besonders im Frühjahr beschatteten große Laubbäume die Wasserflächen. Die Folge war ein zu langsamer Anstieg der Wassertemperatur, die aber für die Entwicklung des Amphibienlaichs besonders wichtig ist.

Die Pflegemaßnahmen wurden von der unteren Naturschutzbehörde des Main-Tauber-Kreises in Auftrag gegeben, von Landwirt Eckert aus Dittigheim ausgeführt und von Mitgliedern der Nabu-Gruppe Tauberbischofsheim unterstützt.

 t angedacht die weitere Entwicklung des Biotops zu beobachten und zu dokumentieren. Feuchtbiotope sind wertvolle Lebensräume für Amphibien, Reptilien, Vögel, Fledermäuse, Insekten, Wasserorganismen und viele Pflanzenarten. All diese Tier-und Pflanzenarten, die immer stärker durch verschiedene Eingriffe des Menschen gefährdet sind, finden in Schutzgebieten gute Lebensbedingungen. Deshalb sind intakte Schutzräume sehr wichtig.

Helfen auch sie mit, diese Schutzräume zu erhalten, zu pflegen und vor Zerstörung zu schützen.

 

Durch die Pflegemaßnahme am Feuchtgebiet in Dittigheim soll eine weitere Verlandung der Gewässer verhindert werden

 

 

Allgemeiner Artenschwund

Seit mehreren Jahren beobachten engagierte Naturschützer einen allgemeinen Rückgang in unserer Fauna und Flora. Dabei ist keineswegs nur unsere intensiv genutzte Kulturlandschaft betroffen, nein, dieser Artenschwund vollzieht sich auch in den speziell ausgewiesenen Schutzgebieten. Ferner kann dieser drastische Rückgang nicht nur bei auffallenden Tierarten wie z. B. aus der Vogelwelt sondern auch in der gesamten Insektenwelt festgestellt werden.-

Wer aufmerksam sich im Frühjahr unter einen blühenden Obstbaum stellt, der vermisst seit einigen Jahren das intensive Summen und Brummen der Honigbienen u. anderer Insektenarten bei der für uns so wichtigen Bestäubung der Blüten. Darüber hinaus kann auch jeder Autofahrer feststellen, dass nach einer Nachtfahrt während der warmen Jahreszeit im Gegensatz zu früheren Zeiten auf Scheinwerfer und Frontscheibe fast keine Rückstände von toten Insekten zu finden sind.-

 

Um auf dieses brisante Thema und die daraus entstehenden Folgen aufmerksam zu machen, hat der Freiburger Entomologische Arbeitskreis  mit Unterstützung zahlreicher Verbände und Organisationen einen „OFFENEN BRIEF“ an den Ministerpräsidenten v. Baden- Württemberg, Winfried Kretschmann, und an die zuständigen Minister der Landesregierung gesendet.

Es muss im Interesse von uns allen sein, den Inhalt dieses offenen Briefes einer breiten Öffentlichkeit zugänglich zu machen:

Insektensterben.pdf